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Vom Ei zum Masthähnchen

(WS – 14.06.2017) Woher kommen die Hähnchen Nuggets und die Hähnchenfilets? Die Antwort auf diese Frage erfuhren die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse der Grundschule Walchum nun auf Einladung des landwirtschaftlichen Ortsvereins Walchum in Theorie und Praxis.
In einer einstündigen Power Point Präsentation in der Grundschule Walchum erläuterte die Dipl. Geographin Ursula Welting von der Universität Vechta die Entwicklung der Hühnerhaltung von früher bis heute. Seit den 1960 er Jahren habe es laut Welting einen Wandel hin zu zwei Hühnerrassen gegeben, den Eier Hühnern und den Fleisch Hühnern. In Bildtafeln wurden die Unterschiede der beiden Rassen erklärt und die Entwicklung des Masthähnchens vom Ei bis zur Ladentheke beschrieben.
Das soeben erworbene Wissen konnten die Kinder dann in dem Hähnchenmastbetrieb des Landwirts Thomas Eiken in Walchum praxisnah vertiefen. Bevor es mit Schutzanzügen in den Stall ging, zeigte die Geographin den Schülern an 21 Demo-Eiern die Entwicklungsstadien des Kükens vom Tag eins bis zum Schlüpf Tag. Ferner lernten die Mädchen und Jungen an kleinen Probeeinheiten die Stalleinstreu und die verschiedenen Futtersorten kennen.
Während des anschließenden Rundganges durch die Gebäude und Anlagen erläuterte Landwirt Eiken den betrieblichen Ablauf der Hähnchenmast.
Nach einem stärkenden Imbiss fuhren die Kinder dann in einem Planwagen mit den Vorstandsmitgliedern des landwirtschaftlichen Ortsvereins Walchum, Hans-Hermann Griese und Dieter Benker, zum Milchviehbetrieb Hermann Ahrens in Walchum.
Landwirt Ahrens erklärte den Jungen und Mädchen zuerst den Werdegang vom Kalb bis zur Milchkuh sowie die Gewinnung von Milch. Der Stall des Familienbetriebes Ahrens ist mit der zurzeit modernsten Technik ausgerüstet. Der Kuhstall ist mit einem Melkroboter ausgestattet und er beinhaltet 70 Liegeplätze. Die Kühe gehen zwei bis dreimal täglich selbstständig zum vollautomatischen Melkstand. Der Melkvorgang dauert je Kuh zwischen vier und acht Minuten und jede Kuh gibt täglich durchschnittlich 29 Liter Milch. Jede Kuh trägt ein nummeriertes Halsband mit einer elektronischen Messeinrichtung. Diese elektronische Datenerfassung sendet die Temperatur, die Melkdauer, die Wiederkauungsaktivität und die Milchmenge an einen Computer. Die Milch wird in einem 5000 Liter Behälter gesammelt und alle zwei Tage abgeliefert.  Fotos: W. Schweers

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