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Aus der Ems Zeitung

(WS – 11.07.2018) Hier ein Artikel aus der Ems Zeitung

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Intensive Bürgerbeteiligung

Drei Dörpener Gemeinden im Dorfentwicklungsprogramm

Von Jennifer Kemker

Ems-Zeitung-Förderurkunden-web640Die Förderbescheide für die Dorfentwicklung in Dersum, Kluse und Walchum wurden im Dörpener Rathaus offiziell übergeben. Dabei waren Alois Milsch, Norbert Wencker, Hermann Wocken, Sylvia Backers, Hermann Borchers, Heinz-Hermann Lager, Hermann Coßmann und Jens von Hebel. Foto: Jennifer Kemker
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Dörpen. Vertreter der Gemeinden Dersum, Kluse und Walchum haben als Region den Förderbescheid für die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm überreicht bekommen. Zentral bei demnächst folgenden Anträgen für Projekte in den drei Dörfern sind nach Angaben des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) soziale Infrastrukturen.

Für die Gemeinde Dersum mit dem Ortsteil Neudersum soll nach Angaben von Bürgermeister Hermann Coßmann (CDU) die Ortsdurchfahrt, die bereits seit den 60er Jahren so besteht, erneuert werden. Für die soziale Entwicklung sei es aber auch wichtig, dass es den Menschen aus Dersum ermöglicht wird, auch im Alter im Ort bleiben zu können. „Sie sollen ihr Lebensalter in ihrer gewohnten Umgebung gestalten können“, so Coßmann.

Das größte Anliegen in der Gemeinde Kluse ist laut Bürgermeister Hermann Borchers (CDU) die Leichenhalle. Nicht nur das Gebäude an sich, sondern auch das Umfeld sei abgängig und soll durch das Programm erneuert werden.

Nach Angaben von Alois Milsch (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Walchum, fehlt im Ortsteil Hasselbrock eine Unterkunft für einige Vereine. Auf den Bürgerversammlungen wurde die Idee gefasst, die alte Schule umzufunktionieren, sodass mehrere Räume für die Vereinsarbeit geschaffen werden.

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Fünf von 15 Anträgen in Weser-Ems genehmigt

„Wir sind sehr froh, dass wir es trotz zahlreicher anderer Anträge geschafft haben, in das Förderprogramm aufgenommen zu werden“, sagte Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU). Von 15 Bewerbungen aus der Region Weser-Ems sind laut ArL-Dezernatsleiter Norbert Wencker nur fünf Dorfregionen genommen worden. Es sei ein großer Erfolg für die Samtgemeinde (SG)Dörpen, die mit drei kompletten Gemeinden den Weg in das Dorfentwicklungsprogramm geschafft habe. Besonders bei diesem Modell sei die soziale Komponente.

 Wie Wencker erklärte, werden bei der Planung nicht zuerst die Hoch- und Tiefbaumaßnahmen in den Blick genommen, sondern vorrangig die sozialen Strukturen. Dabei geht es laut Sylvia Backers, Dezernatsteilleiterin beim ArL, auch darum, neue Kommunikationsstrategien zu fassen, um weitere Bevölkerungsgruppen mit einzubeziehen.

Das Ziel der SG ist eine umfangreiche Antragsentwicklung, wie Wocken weiter erklärte. Aus diesem Grund seien im Vorfeld intensive Bürgerbefragungen durchgeführt und Bürgerversammlungen abgehalten worden. „Mit der Aufnahme in das Programm haben wir die Chance bekommen, diese Ziele zu verwirklichen“, so Wocken.

Am 15. August wird es eine Informationsveranstaltung vom Amt für regionale Landesentwicklung geben. Danach würden die konkreten Abläufe feststehen. Wocken zufolge sollen dann mit intensiver Bürgerbeteiligung weitere Überlegungen zu einzelnen Projekten gestartet werden.